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Was sind Maare?

Die Eifel ist berühmt für ihre Maare, die als charakteristische geologische Formationen in der Region vorkommen. In der gesamten Vulkaneifel gibt es mehr als 70 Maare, von denen jedoch nur noch 12 mit Wasser gefüllt sind. Die anderen Maar-Seen sind im Laufe der Zeit verlandet und bilden sogenannte Trockenmaare.

Der Name „Maar“ stammt aus dem lateinischen Wort mare, was „Meer“ bedeutet, und bezieht sich auf die Seenbildung, die für die meist kreisrunden Becken in der Eifel typisch ist. Maare, die bereits verlandet sind, werden als Trockenmaare bezeichnet. Diese geologischen Phänomene sind nicht nur Naturwunder, sondern auch ein wichtiger Bestandteil der vulkanischen Geschichte der Region.

Entstehung von Maare

Maare entstehen, wenn heißes, aufsteigendes Magma auf kaltes Grundwasser trifft. Diese Kollision verursacht eine gewaltige Explosion, die zur Bildung eines trichterförmigen Kraters führt. Dieser Krater füllt sich in der Regel mit Wasser aus dem Grundwasser oder Niederschlägen, wodurch der charakteristische Maar-See entsteht.

Der Prozess ist ein faszinierendes Beispiel für die vulkanische Aktivität in der Region und zeigt, wie Magma und Wasser miteinander reagieren, um einzigartige geologische Formationen zu schaffen. Es handelt sich dabei um eine der spektakulärsten Arten von Vulkanismus, die in der Eifel und anderen Teilen Europas zu finden sind.

Die Maare der Osteifel

Obwohl die meisten Maare der Eifel in der Westeifel zu finden sind, gibt es auch in der Osteifel beeindruckende Beispiele. Zwei der bekanntesten Maare in der Osteifel sind das Booser Doppelmaar und das Maar von Hausten-Morwiesen.

Das Booser Doppelmaar, das sich in der Gemeinde Mayen-Koblenz im äußersten Westen befindet, entstand vor etwa 14.000 Jahren. Beide Maare sind heute Trockenmaare, da sie im Laufe der Zeit verlandet sind. Der Fischweiher im westlichen Maar wurde jedoch künstlich angelegt und ist das einzige Gewässer in diesem Maar.

Das Maar von Hausten-Morwiesen, westlich von Rieden gelegen, ist ebenfalls ein Trockenmaar. Es entstand vor etwa 450.000 Jahren und hat einen beeindruckenden Durchmesser von rund 1,5 km. Mit seiner Größe zählt es zu den größten Trockenmaaren in der gesamten Eifel.

Das Rodder Maar – Ein Meteoriteneinschlag?

Das Rodder Maar, nordwestlich von Niederzissen gelegen, weist einige Besonderheiten auf. Es wird vermutet, dass dieses Maar nicht durch vulkanische Aktivität, sondern durch einen Meteoriteneinschlag entstanden ist. Dies erklärt, warum die typischen vulkanischen Ablagerungen und magnetischen Anomalien, die man in anderen Maare findet, in diesem Fall fehlen.

Die Entstehung des Rodder Maars stellt ein weiteres faszinierendes geologisches Rätsel der Region dar und macht es zu einem interessanten Ziel für Geologen und Naturliebhaber.

Fazit – Die Maare der Eifel als geologische Schätze

Die Maare der Eifel sind nicht nur geologische Wunder, sondern auch ein faszinierendes Zeugnis der vulkanischen Aktivität in der Region. Ihre Entstehungsgeschichte und ihre einzigartige Landschaft machen sie zu einem wichtigen Bestandteil des geologischen Erbes der Eifel. Von den beeindruckenden Maar-Seen bis hin zu den Trockenmaaren bieten sie einen einzigartigen Einblick in die Vergangenheit und sind ein spannendes Ziel für Naturfreunde und Geologie-Enthusiasten.

Besuchen Sie die Maare der Osteifel und entdecken Sie die geologischen Geheimnisse dieser Region – ein Erlebnis für alle, die sich für Vulkanismus und geologische Phänomene begeistern.


Autoren: Yvonne Roeper Aniello Di Iorio

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